Mitgliederversammlung am Montag, den 25. Januar 2010 (eine kurze Zusammenfassung)
 
Bei der ersten Mitgliederversammlung im Saal der renovierten Hofwirtschaft konnte der 1. Vorsitzende – Alfred Kanth – ein gutes Drittel der Mitglieder (aktueller Stand: 300) begrüßen.
 
Das Berichtsjahr 2009 war zunächst geprägt von einer Vielzahl von Arbeitseinsätzen. Das beispielhafte Engagement der 199 Helfer und Helferinnen (bisher wurden knapp 21.000 freiwillige Arbeitsstunden erbracht) ermöglichte schließlich, dass am Freitag, den 11. Sep- tember 2009 die Einweihung der im neuen Glanz erstrahlten Hofwirtschaft gefeiert werden konnte. Am Tag des offenen Denkmals (13. September 2009), der unter dem Motto „Historische Orte des Genusses" stand, konnte das „Objekt Hofwirt" der Öffentlichkeit präsen- tiert werden. Über 2.000 Gäste haben die Gelegenheit wahrgenommen, die instand gesetzten und umgebauten Räumlichkeiten zu besichtigen. Dabei wurden auch in einer Fotoausstellung die einzelnen Baufortschritte gezeigt.
 
Der Verein selbst hat sich im Rahmen der Feierlichkeiten „875 Jahre Klostergründung Kaisheim" (11./12. Juli 2009) mit einem Cocktail- Stand beteiligt. Beim Weihnachtsmarkt am 05.12.2009 wurde am Stand des Förderkreises für das leibliche Wohl gesorgt.
 
Auch für mehrere externe Veranstaltungen wurden die Räumlichkeiten der Hofwirtschaft bereits genutzt. Zu erwähnen sind hier
–  die Vorträge von
Herrn Prof. Dr. Josef Raab am 19.09.
Herrn Kreisheimatpfleger Erich Bäcker am 05.11. und
Herrn Prof. Dr. Werner Schiedermair am 30.11.
–  die Gautschfeier der Druckerei Schmid am 26.09.
–  der Lichtbildervortrag von Herrn Josef Heinrich über seine 2.496 km lange Pilgerreise zu Fuß von Königsbrunn nach Santiago de Compostela und Finisterre am 26.11. und
das Advents-Harfenkonzert mit Johanna Feodora Gabler am 30.11.

Mit einer ganzen Reihe von Bildern wurden die Mitglieder über den Fortschritt der Renovierungsarbeiten – ausgehend von der letzten Mitgliederversammlung bis zum Jahresende – informiert.
 
Nicht ausgespart blieb natürlich auch das Thema Bewirtung. Die Pächterinnen hatten ja kurz vor der geplanten Bewirtschaftung voll- kommen überraschend das „Handtuch geworfen",  ohne den 1. Vorsitzenden bzw. die Vorstandschaft vorher zu informieren. Bei einer angesetzten Besprechung, an der neben den beiden Damen der 1. Vorsitzende und einige Mitglieder der Vorstandschaft anwesend waren, wurde der kurzfristige Rückzug von der Bewirtschaftung mit einer vollkommen falsch eingeschätzten Situation begründet. Umso überraschender kam dann auf einmal eine geltend gemachte Schadenersatzforderung gegenüber dem Förderkreis. Der Verein hat zwischenzeitlich einen Anwalt mit der Klärung der Angelegenheit beauftragt.
 
Die Punkte Bewirtschaftung/Verpachtung und Förderung werden noch einmal Thema bei einer Besprechung des Förderkreises mit der Regierung von Schwaben sein. Hierbei wird von einer einvernehmlichen Lösung ausgegangen.
 
Derzeit laufen die Planungen für die Gestaltung der Außenanlagen. Im Bereich der Friedhofstreppe, die in das Gesamtkonzept „Hofwirt" mit eingebunden ist, wurde noch im November 2009 mit den Arbeiten begonnen. Sobald es die Witterung wieder zulässt, sollen die Arbeiten fortgesetzt werden.
 
Maria Mieling hatte 2009 jede Menge Buchungsarbeiten. Bei den Ausgaben in Höhe von mehr als 900.000 € (die Baukosten allein betrugen knapp 829.000 €) ist dies kein Wunder. Bei den Einnahmen waren in erster Linie die Fördermittel zu nennen. Neben den Mitgliedsbeiträgen konnten auch rund 32.000 € Spendengelder verbucht werden. Am Ende ergab das Jahresergebnis einen Überschuss in Höhe von gut 14.500 €. Die beiden Kassenprüfer haben der Schatzmeisterin eine vorbildliche Kassenführung bescheinigt. Die Vorstandschaft wurde auf Antrag einstimmig entlastet.
 
Zur Klarstellung, dass der Förderkreis bei Bedarf verpachten oder vermieten kann, wurde einstimmig eine Satzungsänderung be- schlossen. Im § 2 Abs. 1 (Zweck des Vereins) wird  nach dem 3. Unterabsatz folgender Passus eingefügt:
 
"Dies kann u. a. auch durch Verpachtung oder Vermietung der Gaststättenräume erfolgen. Die Pachten oder Mieten kommen aus- schließlich dem gemeinnützigen Zweck des Vereins zugute."
 
Bürgermeister und Protektor des Förderkreises, Franz Oppel, dankte der gesamten Helferschar für ein beispielhaftes Bürgerengage- ment, das einen ganz besonderen Zusammenhalt der Bürgerschaft aufzeigt. Bildlich gesprochen stehe der Förderkreis nun kurz vor dem Gipfelkreuz.
 
Beide, Alfred Kanth und Franz Oppel, bedankten sich ausdrücklich auch bei all denen, die nicht in der Liste der förderfähigen Arbeits- stunden auftauchen. Ohne das „Service-Team", das „hinter den Kulissen" dafür sorgt, dass es beim „Helfer"-Stammtisch, den Fami- lienfeiern und sonstigen Veranstaltungen auch etwas zu Essen und zu Trinken gibt, wäre die bisherige vereinsinterne Bewirtschaftung nicht möglich. Nicht vergessen werden darf, dass die Räumlichkeiten auch sauber gehalten werden müssen.
 
Gegen 21:30 Uhr war dann der offizielle Teil der Mitgliederversammlung zu Ende.